Die Arbeitsfrage dieses Formats
Wie machen wir aus einer wiederkehrenden Aufgabe einen wiederverwendbaren und überprüfbaren KI-Arbeitsauftrag? Praktische Arbeitsaufträge für KI schreiben und ihre Ergebnisse beurteilen: Kontext, Quellen, Grenzen und ein brauchbares Ausgabeformat. Keine Sammlung vermeintlich magischer Prompts.
Wer teilnehmen sollte
Teams mit ersten KI-Erfahrungen und wiederkehrenden Text-, Analyse- oder Dokumentationsaufgaben. Entscheidend sind die Rollen, die den Anwendungsfall kennen, technische Voraussetzungen beurteilen oder über den nächsten Schritt entscheiden. Das Planungsformat umfasst 6–10 Personen. Bei abweichender Gruppengröße oder stark unterschiedlichen Kenntnisständen stimmen wir Aufbau und Aufwand vorab ab.
Vorbereitung und Arbeitsgrundlage
Die folgenden Unterlagen halten den Termin arbeitsfähig. Fehlende Angaben werden als Klärungsauftrag festgehalten. Benötigte Programme und Zugänge sind vorab zu vereinbaren; während des Workshops werden keine ungeklärten Produktivfreigaben vorausgesetzt.
- Eine oder zwei Aufgabenarten aus dem eigenen Team.
- Synthetische oder ausdrücklich freigegebene Beispielinformationen.
- Kriterien für eine brauchbare Ausgabe und bekannte Fehlerbilder.
- Freigegebenes Arbeitswerkzeug oder gemeinsame Demonstration abstimmen.
Agenda und vorgesehene Ergebnisse
Das Format umfasst 3 Stunden Netto-Arbeitszeit. Pausen kommen hinzu. Die Reihenfolge kann an die Aufgabe angepasst werden; Ziel und Ergebnisse werden vor Beauftragung festgelegt.
| Minuten | Arbeitsblock | Ergebnis |
|---|---|---|
| 25 | Auftrag statt Schlagwort | Ziel, Nutzer, Eingaben und Grenzen formulieren. |
| 40 | Erste Arbeitsvorlage | Quellen und gewünschte Ausgabe in einen kompakten Auftrag übersetzen. |
| 45 | Fehlerwerkstatt | Unvollständige Informationen, Widerspruch und erfundene Angaben erkennen. |
| 45 | Wiederverwendung | Vorlage an zwei Varianten derselben Aufgabe testen und verbessern. |
| 25 | Freigabe und Übergabe | Prüfliste, Verantwortlichen und zulässige Einsatzgrenzen festhalten. |
Eine konkrete Übung
Eine KI soll aus einer Besprechungsnotiz ein Maßnahmenprotokoll erstellen. Einige Verantwortliche und Termine fehlen absichtlich. Die Vorlage muss diese Lücken sichtbar lassen und darf keine Personen oder Fristen erfinden. Anschließend wird ein Widerspruch eingebaut: Ein Beschluss und eine spätere Korrektur sind nicht gleichberechtigt als gültige Entscheidung zu übernehmen.
Ihre Unterlagen nach dem Termin
Die vereinbarten Ergebnisse werden konsolidiert und in einem nutzbaren Format übergeben. Die Nachbereitung umfasst den festgelegten Auftrag, nicht unbegrenzte neue Anforderungen. Neben Beschlüssen bleiben Annahmen und offene Punkte erkennbar.
- Ein oder zwei kontextbezogene Prompt-Vorlagen pro vereinbartem Aufgabentyp.
- Prüfkriterien und Beispielausgaben mit markierten Schwächen.
- Eine kurze Arbeitsanweisung für Eingabe, Prüfung und Freigabe.
- Liste der Fälle, die manuell oder fachlich eskaliert werden sollen.
Weitere Formate
Die Textfassung bleibt für technische Workflows und KI-Arbeitsaufträge verfügbar.
Transfer in die Anwendung
Die freigegebene Vorlage erhält einen Versionsstand und eine verantwortliche Person. Neue Fehler werden als zusätzliche Prüffälle aufgenommen. Änderungen am eingesetzten Modell oder an Quellen können eine erneute Überprüfung erforderlich machen.
Vereinbarter Umfang und Grenzen
Ein guter Prompt garantiert keine richtige Ausgabe. Die fachliche Prüfung bleibt notwendig. Tool-Abonnements, Produktivzugänge und systemweite Integrationen sind nicht Teil des Lernformats. Veranstaltungsort, zulässige Werkzeuge, benötigte Lizenzen und Reiseaufwand werden vorab festgelegt. Inhalte und Teilnahme können für vereinbarte Lernformate dokumentiert werden; daraus folgt keine externe Zertifizierung.

