Der technische Auftrag bestimmt die Prüftiefe
Eine KI-Potenzialanalyse braucht andere Eingaben als die Auswahl eines Fachprogramms oder die Prüfung eines Integrationskonzepts. Wir vereinbaren deshalb die konkrete Frage, den betrachteten Systemumfang und die erwarteten Nachweise. Ein begrenzter Auftrag kann eine einzelne Entscheidung vorbereiten. Ein größerer Umfang wird nur dort vorgesehen, wo weitere Daten, Tests oder beteiligte Systeme tatsächlich nötig sind.
01 · Einen entscheidbaren Auftrag formulieren
Wir beginnen mit der Frage, welche Entscheidung oder Verbesserung am Ende möglich sein soll. Dafür werden Ziel, Betrachtungsraum, beteiligte Rollen und Nicht-Ziele benannt. Ein grober Wunsch wird zunächst in eine klare Aufgabe übersetzt. Wo wesentliche Informationen fehlen, wird deren Erhebung Teil des ausdrücklich vereinbarten Umfangs. Ergebnis dieser Etappe ist ein verständlicher Auftrag mit Liefergegenständen und Freigabeweg.
02 · Die tatsächliche Ausgangslage verstehen
Wir betrachten konkrete Vorgänge, geeignete Unterlagen und die Perspektiven der Beteiligten. Beobachtung, berichtete Information und Annahme bleiben getrennt. Ein Interview ersetzt nicht automatisch eine Messung; ein technisches Log erklärt nicht ohne Weiteres die fachliche Bedeutung. Vertrauliche Daten werden nur im freigegebenen Rahmen verarbeitet. Erste Arbeitsbeispiele können synthetisch oder anonymisiert sein.
03 · Optionen mit ihren Voraussetzungen vergleichen
Je nach Aufgabe werden organisatorische Änderungen, bessere Nutzung vorhandener Systeme, Standardlösungen und individuelle Ergänzungen betrachtet. Jede relevante Option erhält ihren Nutzen, Voraussetzungen, Unsicherheiten und Aufwand. Ausschlussgründe werden vor einer gewichteten Bewertung behandelt. Das Ergebnis darf auch lauten, ein Vorhaben noch nicht zu beginnen oder eine einfachere Alternative zu nutzen.
04 · Eine belastbare Entscheidung vorbereiten
Die Empfehlung wird mit Belegen, Annahmen, Alternativen und offenen Punkten übergeben. Die Form richtet sich nach dem Auftrag: Roadmap, Soll-Prozess, Kriterienmatrix, Pilotplan oder Einführungsvorlage. Die Entscheidung bleibt bei der dafür zuständigen Person im Unternehmen. Eine Beratungsvorlage darf keine nicht erteilte Freigabe oder rechtliche Zertifizierung vortäuschen.
05 · Ergebnisse gemeinsam auf Nutzbarkeit prüfen
Wir vergleichen die Lieferung mit dem vereinbarten Umfang. Ist der betrachtete Prozess klar? Sind die offenen Annahmen sichtbar? Kann ein interner Mitarbeiter oder ein anderer Anbieter die nächste Etappe verstehen? Fachliche Korrekturen der Lieferung und neue Wünsche werden getrennt behandelt. Ein Ergebnis ist nicht schon deshalb fertig, weil eine Präsentation gehalten wurde.
06 · Übergeben oder begrenzt weiterbegleiten
Die Unterlagen und verbleibenden technischen Aufgaben gehen mit einem klaren Status an die benannten Verantwortlichen. Dazu gehören Entscheidungen, Testnachweise, bekannte Grenzen und offene Freigaben. Weitere Begleitung, produktive Änderungen und Betriebsaufgaben werden ausdrücklich abgestimmt. Daten und Unterlagen werden nur im vereinbarten Rahmen weitergegeben.
